
Je 30 Kinder sammeln sich zu den Rundgängen

Der "Ahle Mattes" erzählt seine Geschichte..


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(EB 11/2006) Bilder:
Michael Cremers
Gut 350 Besucher, Eltern und Großeltern mit Ihren Kindern und Enkeln fanden sich
am Abend des 31. Oktober auf dem Spielplatz Akazienweg ein. Die Spielplatzpaten Elvira und
Thomas Plage- Bastian und die KG Grengeler Draumdänzer boten eine fast perfekte
Halloween- Inszenierung.Der
Herbststurm wütete durch des Bieselwald und trieb Wolkenfetzen vor sich her, ein
Temperatursturz kündigte sich an. Ein Wetter, welches nicht unbedingt zum Spaziergang
durch den Stadtpark einlädt. Trotzdem fanden sich über 350 Besucher auf dem Spielplatz
Akazienweg ein, um Halloween, dem dem alten keltischen Geisterritual, beizuwohnen.
Frostige Athmosphäre.
Im schwindendenTageslicht konnten die Kinder die traditionellen Kürbismasken
schnitzen. Der Krewelshof in Lohmar hatte eine Wagenladung Kürbisse spendiert, aus
welchen dann die typischen Fratzenköpfe geschnitzt wurden. Viele Helfer errichteten einen
Unterstand mit Biertheke, Würstchenstand, Reibekuchenpfanne und Glühweinstation. Aus den
Lautsprechern dröhnten Urlaute und Geisterstimmen. Auch wem es nicht kalt war, der
fröstelte trotzdem.
Schauerliches Szenario.
Im Stadtwald gibt es mittlerweile jeglichen Komfort den ein Stadtpark bieten kann,
jedoch keinerlei Beleuchtung. Kurz, nachts ist es hier stockdunkel. Diesen Umstand machten
sich die Draumdänzer zunutze und inszenierten ein Horrorszenario welches es in sich
hatte. An den Wegrändern standen Grablichte, Grabkreuze wurde von echten
Friedhofslaternen spärlich erleuchtet, zwei Nebelmaschinen ließen kalte Rauchschwaden
durch die Szene wabern. Einfach schaurig.
Der "Ahle Mattes erzählt. . . .
In regelmäßigen Abständen fanden Führungen durch das Schauderarrangement statt.
Die Führer erzählten den Kindern die Geschichte eines "Ahle Matthes" einer
Sagengestalt, die im Mittelalter das Grengeler Wirtshauses "Kupferhut" betrieben
haben soll. Im Stadtpark erscheint dann später der "Ahle Matthes" tatsächlich.
Er berichtet von der unglücklichen Liebschaft einer Sabine von Schloß Röttgen. Sie
verliebt sich in einen betrügerischen Schuster, welcher der Herrschaft das Tafelsilber
stielt. Sabine wird, nebst Schuster, vom Schloß verjagt Sie trifft ihn in Köln in einer
Spelunke wieder, wo es zu Mord und Totschlag kommt. Der Geist der toten Sabine aber rächt
sich, er dringt durch verschlossene Türen und verbreitet Schauder und Panik. Als eine
Tages der "Kupferhut" abbrennt findet man verkohlte Leichen auf dem Dachstuhl .
. . .
Natürlich findet die Geschichte weder Aufklärung noch ein glückliches Ende; der
Phantasie der Kinder sind also keine Grenzen gesetzt.
Und zum Schluß: Karneval!
Auf dem Spielplatz herrscht mittlerweile Grillfeststimmung. Aus den Lautsprechern
sind die Urlaute verstummt und haben beschwingt- karnevalistischen Klängen Platz gemacht.
Es endete, wie es, auch zu Halloween, im Rheinland stets endet:
Zum Schluß ist Karneval! |