
Bei aller Maschinenperfektion ist Handarbeit
unverzichtbar.

Elegantes Kleinpflaster ersetzt das Gemisch aus
Asphalt und Beton an der Butzbachbrücke.

Der alte Trampelpfad mausert sich zum lauschigen
Waldweg.
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Amt für Landschaftsbau und
Grünfächen lässt Wegebeläge erneuern.
Erste größere Baumaßnahme nach 40 Jahren.
EB06/2006
Ganze 40 Jahre hat es gedauert, bis die Stadt Köln wieder in unseren Stadtpark
investiert. Die letzte Parksanierung wurde noch vom Bautrupp der ehemaligen Stadt Porz
vorgenommen. Ein Spaziergang im Stadtpark macht in Zukunft noch mehr Spaß.
Solider Unterbau.
"Von den alten Wegebelägen ist ja kaum noch etwas übrig geblieben",
sagt der Schachtmeister der Fa. Krämer, "außerdem bestand der alte Belag aus
Hochofenschlacke, einem Baustoff, der heute aus ökologischen Gründen gar nicht mehr
zulässig ist." Die Wege im Stadtpark werden in ihrer Gesamtlänge von 1,4 km zur
Zeit gündlich überholt. In einer Breite von 2,50 m auf den Hauptwegen und 2,00 m auf den
Nebenwegen wird zunächst Basaltlava als Unterbau aufgebracht. Die Deckschicht besteht aus
Dolomit- Brechsand, einem Baustoff der sich, ganz ohne Bindemittel, selbstständig
verdichtet.
Arbeit mit Fachkunde und Augenmaß.
Beim Wegebau, der unter Einsatz von schweren Maschinen abläuft, ist aber
menschliche Arbeit keineswegs verzichtbar. Selbst kleine Dellen und Rinnen im Wegeprofil
werden vom geschulten Auge des Schachtmeisters sofort erkannt und ganz
"altmodisch" mit Harke und Schieber begradigt. Aufwendig war die Herrichtung des
"Trampelpfades" zwischen Turnhalle und Teich. Dieser Weg ist in keinem Wegeplan
enthalten, er entstand quasi durch "Planung mit den Füßen" und mußte erst mit
einer Spezialmaschine eingeebnet werden. Für die Auffahrten zur Butzbachbrücke haben
sich die Kölner Planer etwas besonderes einfallen lassen. Elegantes Kleinpflaster ersetzt
das undefinierbare Gemisch aus Asphalt und Beton.
Es soll gut aussehen und eine Ewigkeit
halten.
Die Fa.Krämer GmbH wurde mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt. Krämer ist
eine alt eingesessene Kölner Firma für Landschafts- und Wege- und Sportstättenbau, die
jetzt in 2. Generation von Ralf Krämer geführt wird. Aber der Seniorchef ist natürlich
noch aktiv; zum Beispiel bei der Leitung der Arbeiten hier bei uns im Stadtpark.
"Für die Landesgartenschau in Leverkusen haben wir die gesamte Geländemodellierung
ausgeführt", sagt er, "für den 1. FC Köln haben wir ein Kunstrasen-
Trainingsgelände gebaut und in Hangelar eine Streuobstwiese angelegt." "Der Bau
von Sportstätten ist besonders anspruchsvoll", betont er, "die Anforderungen an
die Qualität des Planums und der Oberflächen sind hier ungleich größer als
beispielsweise bei Waldwegen."
Krämer baut mit seinen 30 Landschaftsbauern außer Sportstätten noch Parkplätze,
Golfplätze, Wege, Treppenanlagen, repräsentative Vorplätze für Kirchen und
Versammlungsstätten, kurz, alles was gut aussehen und möglichst eine Ewigkeit halten
soll. Wenn in weiteren 40 Jahren im Stadtpark eine Wegeerneuerung ansteht, dann wird
Krämer vielleicht wieder bei uns arbeiten, dann womöglich schon in 3. Generation.
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