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Ein "echter" Tucholzky, die
Auftragsarbeit "Blumenstilleben".

1000 Striche mit feinstem Pinsel, van
Gochs Iris- Motiv

Ausgeklügelte Pastelltechnik. die vielbewunderte
"Schokoladenfrau"

Kunstschaffen im Strandhäuschen, mit der
Staffelei an Flanderns Küste
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Kunsthandwerk
in 2. Generation
Willi Tucholzkis Vater war bereits Kunsthandwerker. Er betätigte
sich als Kirchenmaler und Restaurator. So war es fast eine
Selbstverständlichkeit das der Sohn auch das Malerhandwerk erlernte.
Seine Lehre musste er kriegsbedingt schon nach einem
Jahr unterbrechen, konnte sie dann aber nach dem Krieg fortsetzten. "Als gelernter Maler ist man ja meist nur
Anstreicher, jedenfalls wenn es ums Geldverdienen geht", sagt Willi
Tucholzki. Aber im Umgang mit Pinsel und Farbe war er war immer schon
ehrgeizig. Unmittelbar nach seiner Gesellenprüfung besuchte er die
Meisterschule und bestand mit 23 Jahren bereits die Meisterprüfung.
Viele Jahre leitete er die Malerwerkstatt einer Kölner
"Weltfirma". Dort
konnte er sich, neben den Alltäglichkeiten, gelegentlich schon
kunsthandwerklich betätigen, z.B. bei der Gestaltung von Messeständen
und kalligraphischen Schriftzügen. Die "höheren
Weihen" des Malerhandwerks holte er sich an der Abendschule, dort
arbeitete er sich viele Semester in Öl- Pastell- und Acryltechniken
ein. So richtig zum praktischen Malen
kam er aber erst nach seiner Pensionierung.
Vom
Zeitungsausschnitt zum van Goch.
Seine
Pensionierung schaffte ihm endlich die die notwendigen zeitlichen
Freiräume für die Beschäftigung mit den Techniken der Meister.
"Malen ist weit mehr, als Farbe auf eine Leinwand aufzutragen",
sagt er, "jeder der
Meister hat einen anderen Umgang mit den unterschiedlichen Farbträgern,
Öl, Wasser, Kreide, Acryl, jeder hat eine eigene Pinsel- und
Strichführung. Diese Eigenheiten muss man erkennen, sich zueigen machen
und dann auch umsetzten."
Willi Tucholzki malt häufig nach Vorlagen. Man bringt ihm Postkarten,
Photos, ja sogar Zeitungsausschnitte. Hieraus fertigt er dann die
Bilder, im Stiele eines van Goch, eines Rembrand van Rhijn, eines Monet.
Das "Comeing
out."
Im Frühling 2000 hatte Willi Tucholzky anlässlich der Buchausstellung
der KöB Grengel sein "comeing out". Zusammen mit dem Maler Michael
Weber aus Urbach und der Malerin Adelheid Kirsch aus Grengel
präsentierte er seine Werke und erntete Begeisterung und Bewunderung.
Bereitwillig erklärt er den Interessenten seine Techniken. Da ist zum
Beispiel das Bild "die Schokoladenfrau" eines flämischen
Meisters. Willi Tucholzki entdeckte das Bildoriginal in der Dresdener
Kunstgalerie. Mit geübtem Blick analysierte er die Technik, die dem
Meisterwerk der Pastelltechnik jene außergewöhnliche Tiefe verleiht.
Als Gedächnisstütze nahm er sich lediglich eine Postkarte des Motivs
mit. Zu Hause, am Tannenweg, ließ er dann den großen Flamen wieder
auferstehen. "Die Schokoladenfrau" war auch eines der am
meisten bewunderten Bilder der Vernissage im Frühjahr 2000.
Was macht Willi
Tucholzki wenn er nicht am Grengel malt?"Dann male ich halt in Flandern" witzelt er. Jedes Jahr fährt
er mit Staffelei, Farben und Pinsel in einen ausgedehnten Urlaub an die
flämische Küste. Er schätzt hier neben Land, Leute und Gastronomie
das besondere Licht der flämischen Küstenlandschaft. Landschaft
und Klima inspirieren ihn immer wieder zu neuen Motiven und Techniken.
Was macht Willi Tucholsky wenn er einmal nicht malt?
Dann spielt er Golf. Willi Tucholzki ist seit fast 2 Jahrzehnten aktiver
Golfer beim SSZ- Wahn und läßt, trotz seiner 70 Jahre, kaum ein
Turnier aus. Zahlreiche Pokale hat er sich schon auf dem Wahner Platz
oder auf anderen Golfplätzen erkämpft. Viele Jahre war er Platzobmann des "Idylls
im Verborgenen", wie der SSZ- Golfplatz oft genannt wird. Noch
heute trainiert er die Jugendlichen des Breitensportvereins im Wahner
Schulzentrum.
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