
Carsa-Choc mit höchster Kunst: Die Wahner "Höppeditzjer".

Fürst Sarus mit Schamane Malakai.

Im Inneren der Jurten herrscht fürstlicher Pomp, hier
eine "Lagerstatt"
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"Steppenadler"-
Grengeler Hunnen, welcher Name währe für den jüngsten Grengeler Verein zutreffender,
war doch die Flur auf der unser Ort gebaut wurde, ehemals mehr Steppe als
Kulturlandschaft.
Am Wochenende 18./19 Juni lagerten die "Steppenadler" zusammen mit
anderen Horden zu ihrem ersten Grengeler Feldlager auf dem Sportplatz an der Krieger
Straße.
400 n. Chr.an der Krieger Straße
Wie Asterix in gemütlicher Gallierrunde beim Wildschweinbraten, so sitzen die
"Steppenadler" im trauten Kreise beim Lagerfeuer, umringt von ihren prächtigen
Jurten.Bei meinem Besuch im Hunnenlager umfängt mich sofort eine unwirkliche, ja,
exotische Stimmung. Man ist ins 4. nachchristliche Jahrhundert versetzt, der Zeit der
Hunnen, die aus den Steppen kamen, fast ganz Europa besiegten und dann wieder in den
Steppen verschwanden. Ich spreche eine in prachtvolle "Gewandung" gehüllte
Hunnendame an. Sie versteht deutsch und antwortet mit leicht bergischem Akzent: "Mein
Name ist Shenai- Han, ich bin fürstlicher Abkunft und gehöre der bergischen Hunnenhorde
an"
"In der Jurte bin ich alleinige
Herrscherin"
"Wir haben hunnisches Leben studiert und versuchen es so naturgetreu wie
möglich nachzuleben", sagt sie. Mit den Worten. "In der Jurte bin ich als Frau
die alleinige Herrscherin", bittet sie mich in ihr Zelt hinein. Ich bin beeindruckt
vom Prunk und Komfort der hier herrscht. Man steht auf dicken Teppichen, sitzt auf
wertvollen ledernen Sätteln; Schalen mit Früchten stehen bereit. An den Zeltwänden
ikonenhafte Bilder und Kienspäne, auf den Tischen Kerzen in prächtigen
Leuchtern.."In unseren Jurten gibt es weder fließendes Wasser noch elektrisches
Licht", sagt Shenai- Han,"der Erwerb der Jurten und das Zusammenstellen der
Einrichtung hat viele Jahre gedauert." ". . . Und war gewiss
nicht ganz billig", vervollständige ich. Sie nickt.
Mischung aus Pfadfindern, Schützen und
Karnevalisten.
Dann ertönt Musik, die Wahner Tanzgruppe "Höppeditzjer" hat sich in der
Hunnenrunde versammelt und tanzt vor dem Thron von Fürst Sarus. Die "Höppeditzjer"
haben sich dem hier herrschenden Zeitgeist angepasst und tanzen mit höchster Kunst einen
Carsa- Choc. Fürst Sarus ist beeindruckt und belohnt die Tänzer mit einem gelblichen
Getränk welches von den "Höppeditzjer"genussvoll getrunken wird. Mittlerweile
haben sich viele Grengeler Besucher eingefunden, die von der Exotik und Pracht des Lagers
ebenso begeistert sind wie ich. "Hunnenhorden", sage ich zu Fürst Sarus,
"sind wohl eine ideale Mischung aus Pfadfindern, Schützen und Karnevalisten."
Er widerspricht mir nicht, meine Definition gefällt ihm sogar..
Dann reicht mir jemand ein Kölsch und über dem Sportplatz startet ein Airbus. Ich
bin wieder in der Gegenwart- am Grengel 2005. |