
Noch immer sportlich in Blue- Jeans.: Das Goldpaar.

Standesamtliche Trauung am 10. August 1956

Der ganze Stolz: Die BMW 500.

Hans Rittigs Fußballmannschaft beim VFL Grengel.
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Folgenreiche Begegnung im "Porzer
Hof".
Silvester 1954/55 in Porz. Maria Schlösser und Hans Rittig begegnen sich zum
ersten Mal beim Sylvesterball im "Porzer Hof". "Der junge, stattliche Kerl
forderte mich immer wieder zum Tanzen auf", sagt Maria Rittig. "Ich erfuhr, dass
er aus Porz stammte und am Grengel wohnte. Da ich aus Urbach kam, hatten wir beide den
gleichen Heimweg. Hans begleitete mich nach Haus und lud mich fürs nächste Wochenende
ins Kino ein."
Was beide damals noch nicht wußten: der Weg von Porz nach Urbach sollte der Beginn
eines 50 jährigen gemeinsamen Lebenswegs werden. . . . . . ."Trautes Heim" am Grengel.
Beide sind fast gleichaltrig; nur vier Tage trennen ihre Geburtstage von einander.
Im gemeinsamen Alter von 19 Jahren verlobten sie sich und als beide 21, und damit
volljährig waren, wurde geheiratet, am 10 August standesamtlich; einen Tag später
kirchlich. Der legendäre Pastor Schmitz traute die beiden am 11.August 1956 in der
Pfarrkirche St. Bartholomäus. Das Siedlerhäus´chen am Mauspfad 151 wurde ihre erste
gemeinsame Wohnung.
"Dies muß man sich aber keineswegs als trautes Glück im eigenen Heim
vorstellen", sagt Hans Rittig. Das Haus teilten wir mit meinen Eltern und der
Familie meines Bruders, die als "Einlieger" die obere Etage bewohnte.
Praktisch hatten wir lediglich ein einziges Zimmer für uns alleine." "Es gab
nur eine Kochstelle im Haus", fügt Maria Rittig hinzu, "die Rittig- WG
verlangte, um funktionieren zu können, jede Menge Rücksichtnahme, Diplomatie und
Fingerspitzengefühl.
Mit der BMW 500 über die Alpen.
Hans Rittig arbeitete, wie damals fast jeder Zweite in Porz, in der Glasindustrie.
Hier wurde zwar hart gearbeitet, aber auch gut verdient. "Eigentlich wollten wir eine
tolle Hochzeitsreise machen", sagt Hans Rittig, "aber wir haben dann lieber in
ein Motorrad investiert, eine BMW 500. Eine weise Entscheidung, die uns viele
Urlaubsreisen bescheren sollte." Italien lag im Trend und so sind Hans und Maria
viele Jahre gemeinsam als Camper an die italienischen Strände gefahren. Erst mit Maria
auf dem Sozius, dann im Beiwagen- Gespann mit Sohn Wolfgang, aber immer auf der beinharten
Route über den Brenner- Pass, der damals noch ein echter Alpenpass war.
Fußball !
Der "stattliche Kerl aus dem Porzer Hof" war, das stellte Maria Rittig
bald fest, auch ein Fußballer mit Leib und Seele. Er kickte erfolgreich beim VFL- Grengel
und wurde sogar Jugendtrainer. "Auf mich, die Fußballbraut", sagt Maria Rittig,
"kamen damit elementare Aufgaben zu, die darin bestanden 11 total verdreckte Trikots
zu waschen, Stutzen zu flicken und die Fußballmeute bei Laune zu halten."
"Meine Maria", sagt Hans Rittig, "war eine unserer treuesten
Zuschauerinnen. Wenn immer ihre Zeit es zuließ, stand sie am Spielfeldrand, hat manchen
Sieg miterlebt und tröstete, wenn es einmal nicht geklappt hatte."
Fairness und Fingerspitzengefühl.
Maria Rittig betätigte sich auch selbst sportlich als Sportkeglerin. Ihr
Mannschaft schaffte sogar die Deutsche Fizemeisterschaft der Damen. Sohn Wolfgang kickte
zuerst beim VFL, dann beim 1. FC in Köln. Ja- und Tochter Alexandra ist die, über die
Grenzen bekannte, Chefin der "Scarabäus Show- und Jazzdance
Company."
50 Jahre gemeinsamer Lebensweg, gibt es dafür ein Rezept? "Natürlich ist es nicht
immer harmonisch zugegangen", sagen beide, "aber mit Sportsgeist, Fairness und
Fingerspitzengefühl kann man diesen langen Weg gehen. Keines der 50 Jahre hat uns je
gereut."
Weiterhin viele gesunde und glückliche Jahre am Grengel, Hans und Maria Rittig!
Maria Rittig (re) deutsche Fizemeisterin im Sportkegeln |