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Ein wenig dürftig sind die Informationen auf dem Bauschild der
Stadtentwässerungsbetriebe. Grengel.de führte deshalb ein Interview mit Pojektmanager Rene´ Bohnenkamp von den Stadtentwässerungsbetrieben Köln.
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Grengel.de: Herr Bohnenkamp, zu Zeit wird am Grengel wieder einmal kräftig gebaggert. Nun, Bagger sind die Grengeler ja
mittlerweile gewohnt nach mehr als drei Jahren ICE- Bau. Auf den Bauschildern steht diesmal "Regenüberlaufbauwerk". Regnet es am Grengel jetzt mehr als früher, oder
hat das noch etwas mit dem ICE- Bau zu tun?
Rene´ Bohnenkamp: Nein, mit dem ICE hat es nichts zu tun, aber sehr wohl mit dem Regen. Regen- und Schmutzwasser werden in den Grengeler Kanälen gemeinsam
abgeleitet. Die Wässer laufen normalerweise gemeinsam durchs Klärwerk und dann in den Rhein. Ab einer gewissen Regenmenge aber ist es gestattet, das Wasser direkt
einzuleiten. Dies darf dann geschehen, wenn das Schmutzwasser durch den Regen mindestens im Verhältnis 1:100 verdünnt ist. Man spricht vom
"abschlagen" des Wassers im Überlaufbauwerk.
Grengel.de: Auf welchem Weg läuft das Wasser in den Rhein?
Rene´ Bohnenkamp: Das Wasser fließt längs der Friedensstraße, Heinrich Hirsch Str. durch die Urbach -Elsdorfer Felder im Rheinkanal II, der
bei Zündorf den Rhein mündet.
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Grengel.de: Rheinkanal II, was kann man darunter verstehen?
Rene´ Bohnenkamp:
Der Rheinkanal II ist ein unterirdisch geführter Wasserlauf, der vom Flughafen bis zum Rhein führt. Dieser und die dazu gehörigen Überlaufbauwerke wurden bereits 1963, als am Grengel die Mehrfamilienhaus- Bebauung begann, durch die Stadt Porz
gebaut.
Die damaligen Einleitungsvorschriften waren wesentlich lockerer als die heutigen. Die vorhandenen Überlaufbauwerke sind veraltert, entsprechen nicht den heutigen
Umweltschutzvorschriften und sind überdies nicht zukunftssicher.
Grengel.de: Nicht zukunftssicher, heißt das, dass am Grengel bald wieder im großen Stiel gebaut wird?
Rene´ Bohnenkamp: Nicht direkt am Grengel, aber längs der Kennedy Straße (Flughafenquerspange d.R.). Hier soll ein Logistikzentrum, ein Hotel und sonstige
Gewerbebauten entstehen. Die Entwässerung dieser neuen Gebäude erfolgt über die Kanalisation der Friedensstraße und damit auch über den Rheinkanal II. Es ist also ein
Mehr an Abwässern in diesen Bauwerken zu erwarten.
Grengel.de: Auf den Bautafeln sind Bauzeiten von bis zu 9 Monaten angegeben, das kommt vielen Grengelern reichlich lang vor. An vielen Tagen sieht man keinen
Menschen auf der Baustelle.
Rene´ Bohnenkamp: Regenüberlaufbauwerke sind keine simplem Wasserbecken, sondern Spezialtiefbauten mit Stahlgerüsten bis zu 9 Metern Tiefe. Es wird eine besondere
schmutzwasserbeständige Betonmischung verwendet, die wesentlich längere Bindezeiten hat, als normaler Beton. Wenn also niemand auf der Baustelle ist, dann bindet
gerade eine Betoncharge ab. Um dem Beton beim Abbinden zuzuschauen, braucht nun wirklich niemand auf der Baustelle anwesend zu sein,
Grengel.de: Vielen Dank, Herr Bohnenkamp für das Gespräch.
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