
Rund 30 Interessierte gingen wieder zur Schule.

Hell und luftig sind die Klassenräume.

Auf dem zukünftigen Schulhof toben noch die Maschinen.
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Kupfergasse bleibt Urbacher
"Schulstraße" (EB 07/2007)
"Der Kaiser ist ein lieber Mann und wohnet in Berlin. . . . ."
dieses Lied, und manches andere, dessen Text gottlob vergessen ist, hat man in der über
100-jährigen Geschichte der Schule in der Kupfergasse schon gesungen. Die katholische
Schule Urbach mit Schindeldach und geschnörkelten Holztreppen hat abertausende
I-Dötzchen aus Urbach und Grengel aufs Leben vorbereitet. Doch bald wird es still werden
unterm Schieferdach.
Henk van Benthem hatte am 26 Juli zur Besichtigung des
Schulneubaus Kupfergasse eingeladen. "Das Interesse war gewaltig", sagt er;
"ich habe mehr Absagen versenden müssen, als jetzt Menschen hier sind."
Engelbert Rommel vom Amt für Gebäudewirtschaft, Jürgen Hollstein (MdL) und Henk v.
Benthem führten die Besucher durch die Räume, erklärten Bauliches und Organisatorisches
und beantworteten viele Fragen.
Alles wird pünktlich fertig.
Schon die Eingangshalle wirkt ausgesprochen weitläufig und großzügig.
"Sie soll gleichzeitig auch als Aula dienen", sagt Engelbert Rommel."
Moderne Schulbauten haben bis zu 30% weniger Verkehrsflächen bei gleicher
Nutzerzahl", erklärt er, "einer der Gründe, warum Neubauten effektiver sind,
als Sanierungen alter Gebäude." Die Klassenräume, sind hell und luftig, das
Lehrerzimmer und die Büroräume großzügig, aber noch öd und leer. Man braucht schon
etwas Phantasie um sich um sich hier regulären Schulbetrieb vorzustellen. "Keine
Sorge" tröstet Engelbert Rommel, "in zwei Wochen ist alles fertig und die
Schule kann pünktlich beginnen."
Mit Sängerheim, Turnhalle und Küche.
Im Untergeschoß ist ein Probenraum für den MGV- Urbach im Bau. Immerhin mussten
die Urbacher Sänger ihr "Heinrich-Lob-Haus" opfern, um den Schulbau möglich zu
machen. Eine neue Turnhalle soll ebenfalls entstehen. Sie wird unter dem Schulhof
"versenkt" und schaut nur 1,80 m aus der Erde heraus. Auf ihrem Dach ergibt sich
dann eine äußerst reizvolle Spielfläche. Sogar eine piekfeine Küche
für die Über-Mittag-Bereuung ist vorhanden.
Techniker und Politiker sind mit ihrem "Werk" sichtlich zufrieden
"Was passiert eigentlich mit der alten Schule?" fragt jemand. Rommel will sich
da nicht festlegen, aber Henk van Benthem sagt es frei heraus: "Ich bin für den
sofortigen Abriss", sagt er, "leerstehende Gebäude ziehen immer Unrat an, Unrat
auf zwei Beinen!"
Wen er wohl damit gemeint haben will? |