
Die ersten neuen Balken, Freitagmorgen um 8.

Knappe 2 Stunden später steht das erste Geländer.

Meister Kokoscha und sein Werk.
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EB 02/2008
"Das war zuletzt wohl mehr eine Hängebrücke", sagt Zimmermeister Martin
Kokoscha, "die Tragwerk ist durchgefault, die ganze Konstruktion hing eigentlich nur
noch am Geländer." Und tatsächlich, die Unterkonstruktion, die sich am 15. Februar
nach dem Abdecken der Trittbohlen bot, war mistefaul. Auf Lärchenholz über den Butzbach.
Mehr als 6 Monate hat es gedauert, bis nach Sperrung der Brücke am 6. August 2007
eine neue Brücke über den Butzbach errichtet wird. Im Auftrag des Amtes für Gewässer
und Stadtbahnbau baut Zimmermeister Kokoscha mit seinen Leuten ein neues Wahrzeichen des
Stadtparks. Das Bauwerk ist eine reine Holzkonstruktion und besteht aus Lärchenholz. Die
Brücke wurde in der Werkstatt der Fa. Kokoscha in der Fuggerstr. im Industriegebiet Eil
konstruiert, dort zunächst komplett zusammengebaut, vermessen und danach wieder
auseinandergeschraubt. Alle Bauteile wanderten zur Druckimpräginierung ins
Impräginierwerk Scholl. Nach der Impräginierung bekam sie in der Zimmerei noch 2
Anstriche.
Handgemacht in Eil.
Nur einen einzigen sonnigen Freitag brauchten die Zimmerleute um die alte
"Hängebrücke" abzureißen und das neue Wunderwerk aufzubauen. "Das sieht
zwar aus, als könnten wir zaubern", sagt Martin Kokoscha, "aber dahinter steht
tagelange minutiöse Arbeit des Ausmessens, Vorrichtens und Einpassens in der Werkstatt.
Die neue Brücke ist kein Serienprodukt des Systembaus, jedes Teil ist handgefertigt nach
den anerkannten Regeln des Zimmerhandwerks."
Das Brückengeläner ist mit 1,30 m um 30 cm höher aus das alte und entspricht
damit den neuesten DIN- Normen. Die Trittbohlen haben eine Riffelung, die das Regenwasser
besser abführt und damit rutschsicher ist.
Einweihung am 23. Februar.
Die Fa Kokoscha wurde 1969 in Porz-Mitte begründet. Später zog man ins
Industriegebiet Eil. Martin Kokoscha hat die Zimmerei von seinem Vater übernommen und
leitet sie seit 2000. Kokoscha baut Dachstühle, Carports, Fachwerke, macht jeglichen
Ingenieur-Holzbau und damit auch Brücken. Mit einer Spannweite von 5,60 m ist die
Grengeler Brücke für Kokoscha eher ein "kleiner Fisch". "Das mächtigste
Ding, was wir bisher hatten", sagt Kokoscha, "war eine Brücke in Köln-Mitte
mit einer Spannweite von 15 Metern".
Am Samstag den 23. Februar gegen 13:00 Uhr gibt es sogar eine kleine
Einweihungsfeier der Stadtpakpaten, KG Grengeler Draumdänzer.
. . . man hört: es soll sogar "Prominenz" kommen. |