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Da staunt die ganze Familie.

Internationale Begegnung am eisfreien Wasserloch.

Keine Spur von Scheu zeigt die Mandarin- Ente, auch wenn Menschen sich annähern.
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Spaziert man in diesen Tagen durch unseren Stadtpark, dann erwartet man kaum eine Sehenswürdigkeit. Die
schäbigen Reste der Rodung, die schon seit Monaten den Park verschandeln, geben Anlass zu mancherlei Besorgnis um die Zukunft unseres Idylls.
Und dann, am 5. März, eine kleine Sensation: Rätselhafte Enten auf den Teich, mit geradezu karnevalistisch buntem Gefieder.
Ostasiatischer Prachtkerl.
Man gewahrt das fremdeTier mit den bunten Federkleid gleich auf den ersten Blick. Friedlich, die Gesellschaft unserer Teichenten genießend, hat sich die bunte Spezies hinzugesellt. Ein
Blick ins Tier- Lexikon schafft Klarheit. Es handelt sich um eine ostasiatische Entengattung, eine Mandarin- Ente, zoologisch Aix galericulata. Das dazu gehörige weibliche Tier
wurde auch bereits gesichtet, es ist beringt und dem zur Folge bei einer Vogelschutzstation registriert. Das Männchen der Mandarin-
Ente ist unverkennbar bunt
und zudem durch seine segelartig verbreiterten orangefarbenen Schirmfedern unverwechselbar. Das Weibchen dagegen ist unauffällig graubraun gefärbt.
Bald Wappentier der Grengeler Draumdänzer?
Mandarinenten sitzen gern auf Ästen, die aus dem Wasser ragen oder auf Steinen. Sie sind wendige und schnelle Flieger. Als Höhlenbrüter brüten sie gern in
ausgefaulten Baumstubben; man findet sie aber auch in höher gelegenen Baumhöhlen. Bei uns kann man brütende Mandarinenten sowohl in Spechthöhlen mitten im Wald
als auch in Nistkästen antreffen. Nach dem Schlüpfen springen die jungen Enten ohne Zögern auch aus hochgelegenen Höhlen herunter, ohne sich dabei zu verletzen.
Die Brutzeit ist im Juni und Juli. Das Weibchen bebrütet die 9-12
Eier etwa 28 Tage lang und sitzt während dieser Zeit sehr fest auf dem Nest, ohne sich stören zu lassen. So blieben sogar schon Enten auf den Eiern sitzen,
als ihr Brutbaum gefällt wurde. Sie sind also sehr hart im Nehmen, vielleicht akzeptieren sie dieses Jahr das Entenhaus der Grengeler Draumdänzer als Brutplatz. Die
Draumdänzer könnten dies womöglich mit einer Ernennung zu ihrem Wappentier belohnen.
In China kommt sie in den Topf.
In Japan leben Mandarin- Enten teils wild, teils zahm als Ziervögel. Mittlerweile sind sie in ihrem Ursprungsgebiet überall vom Aussterben
bedroht. Auch bei uns ist sie ein beliebter Parkvogel, der an vielen Orten, so auch in unserem Stadtpark, zu verwildern beginnt. Mandarinenten gehören in England
fast schon zum Inventar der heimischen Vogelwelt. Sie sind beim Futter nicht wählerisch, sie ernähren sich sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Kost.
In China gilt die Mandarin- Ente als Delikatesse, sie ist bevorzugtes Jagd- und Schlachttier für die Bereitung einer Peking- Ente. Bei uns gilt ihre Bejagung als
übler Waldfrevel und wird empfindlich bestraft.
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