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Eine Quelle des Grengeler Karnevals.

Probenfleiß und Anpassungsfähigkeit.

Harte Probenarbeit für die Haydn Festmesse.

Cäcilianergruß zum Jubiläum.
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Älter als das Kirchengebäude.
Noch als sich die Grengeler Katholiken im bescheidenen Saal der Geschwister von Franken zum Gottesdienst trafen, fanden sich 16 Damen und 11 Herren aus der jungen
Gemeinde zusammen, die am sakralen Chorgesang Interesse hatten. Die erste Chorprobe fand am 16. Dezember 1953 in der Gaststätte Diegel statt und zum nahen Weihnachtsfest
konnte man schon einige mehrstimmig gesetzte Weihnachtslieder zu Gehör bringen. Die offizielle Gründungsversammlung des Cäcilienchors Grengel fand am 16. Januar
1954 statt. Nach Fertigstellung des Kindergartens 1958 bekam der Chor auch einen eigenen Probenraum unter den schrägen Wänden im Obergeschoss des Gebäudes
Pflege Grengeler Urbanität.
Neben der Pflege des Chorgesangs kam bald auch die Gestaltung der Grengeler Kirmes hinzu, die Pfarrer Echterbroch als klassisches Patrozinium verstanden haben wollte
und die demzufolge am Festtag Mariä Himmelfahrt stattfand. Die Grengeler Cäcilianer initiierten und organisierten jahrelang dieses Volksfest und fanden reichlich
Resonanz in der Bevölkerung.
Karnevalistischer Pionier in der "Alaaf- Diaspora" Grengel war der Chor bereits in den 50er Jahren. Er veranstaltete
alljährlich im Saal des Kindergartens eine karnevalistische Sitzung mit wechselndem Motto. Natürlich konnte man sich keine bezahlten Büttenredner leisten, alle
Reden wurden selbst verfasst und vorgetragen. Jede Veranstaltung hatte ein eigenes Motto und ein eigenes Plakat.
Die "ersungene" Orgel.
Der Ausbau der Kirche mit Bleiglasfenstern und vor allem einer Orgel ging nur schleppend voran. Viele Grengeler zahlten immer noch ihre Siedlerhäuschen ab und
demzufolge wurden Pastor Echterbrochs Spendenaufrufe nur mit dürftigem "Echo im Klingelbeutel" beantwortet. Vor allem fehlte dem stolzen Chor das
stärkende Rückgrad, eine richtige Kirchenorgel.
Rein zufällig besuchte der 4711- Inhaber Ferdinand Mülhens zur Weihnacht 1962 die Grengeler Christmette. Nach der Mette kam er auf die Cäcilianer zu und
konstatierte in seiner unnachahmlich trockenen Art: "Was und wie ihr singt, das ist großartig, aber euer Harmonium ist eine Zumutung". Schnell machte man
ihm klar, das man das Harmonium auch nicht sehr schätze, für eine richtige Orgel aber einfach das Geld fehle. "Kauft euch eine richtige Orgel- ich zahle
sie", war seine spontane Antwort. Der Orgelbauer Ernst Weyland in Opladen wurde mit dem Bau des Instruments beauftragt, 1964, just zum 25 jährigen
Priesterjubiläum von Pfarrer Echterbroch, wurde sie eingeweiht. Sich eine ganze Kirchenorgel einfach "ersungen" zu haben, welcher Chor kann das schon von
sich behaupten?
Ein Chor und 13 Dirigenten.
Der Grengeler Kirchenchor hatte ständig wechselnde Dirigenten, in den 50 Jahren seines Bestehens wechselte ganze 13 mal das Dirigat.. Dieser Umstand bescherte den
Sängerinnen und Sängern eine außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit und beförderte den Probenfleiß enorm. Es gibt wohl kaum ein Dirigententemperament mit dem
die Grengeler Cäcilianer nicht zurechtkommen.
Der eiserne Hans.
Die dirigentischen Wechselbäder des Chores hatten, gottlob, keine Entsprechung was den Vorsitz des Vereins anging. Ganze 40 Jahre bekleidete Hans Keller das Amt des
1. Vorsitzenden des Chores. Für die Feierstunde zum 40 jährigen Vorsitzendenjubiläum am 30. Juni 2002 hatte der Diözesan-Verband des Cäcilianer- Bundes ein
Problem. Er kennt keine Ehrung für 40jährige Tätigkeit für Vorsitzender von Kirchenchören, wahrscheinlich, weil so etwas bisher noch nie vorgekommen ist Jedoch
gelang es, eine spezielle Urkunde zu kreieren, und ihm zu überreichen.
Haydn zur Feier des Tages.
Am Samstagabend zum Festkommers waren zahlreiche Gäste erschienen, die Sängerfreunde aus Weener, Bezirksbürgermeister Krämer Pfarrer, Wahlen und viele
ehemalige Sänger und Dirigenten. Zum feierlichen Festgottesdienst am Sonntag den 23 November erklang in St- Mariä Himmelfahrt großer "Sound", aufgeführt
von unseren Cäcilianern, mit einigen Gastsängern und Streichorchester. Der Probenfleiß hatte sich wieder einmal gelohnt- ein großer Tag für einen verdienten Chor!
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