
Rohbau der St. Marä Himmelfahrtskirche

"Behelfsheim" des Albert Bose am Wiesenweg.

Spaziergang auf der Herrmann Löns Straße
Grundrissgrube 3,80x
3,85 m eines fränkischen Hauses 1974 im Grengel freigelegt. *

Der alte Spielplatz; er befand sich auf einer Waldlichtung mitten im Bieselwald, in der
Nähe des heutigen Hotel Spiegel.
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Bilder aus dem alten Grengel
(Folge II).
"Bilder aus
dem alten Grengel" ist immer noch die meist angeforderte Seite bei Grengel.de. Grund
genug, eine zweite Folge zu präsentieren. Die meisten Bilder verdanken wir der
Sammlung von Heinz Söndgerath, Hegelstraße.
Aus der Not
geboren.
1948 gründete man in Porz die "Notgemeinschaft zur Behebung der Wohnungsnot in
Porz". Ihr Ziel war es Geld für ein Siedlungsprojekt zu sammeln. Die Aktion hatte
einen unerwarteten Erfolg. Die Arbeiter in den Fabriken leisteten monatlich eine
Sonderstunde zugunsten der Notgemeinschaft, Kaufleute, Handwerker und Betriebe spendeten.
Siedlungsbau nach
alten Plänen.
Es lagen bereits die Planungen des Architekten Ludwig Paffendorf zur Errichtung einer
Gartenstadt westlich der Wahner Heide vor. Die bereits 1932 erstellte Planung wurde wieder
aufgenommen und bereits 1949 konnten 12 Siedlerhäuser bezogen werden. In der zweiten
Baustufe wurden dann im Juni 1950 18 Siedlerhäuser bezugsfertig, im August 10 Häuser und
im Dezember desselben Jahres zogen weitere 14 Familien in die Siedlerstellen ein. Der
Charakter der Siedlung mit seinen eineinhalb- geschossigen Häusern, den angebauten
Kleinviehställen, (später wurden dann Autogaragen daraus) und den sandigen Gärten,
blieb zumindest östlich des Wiesenwegs erhalten. Im Westen entstanden später auch
höhere Bauten
Was war vor den
Siedlern aus dem Osten?
Auf den Grengel trieben in grauer Vorzeit die Urbacher Bauern ihr Vieh zur Allmende, der
Gemeindewiese. Grengel bedeutet soviel wie Gatter oder Schlagbaum. Die heutige Waldstraße
hieß früher Viehgasse und hatte am Eingang einen Zehnthof mit Scheune und Zehntplatz.
Hier wurde alles Vieh gesammelt und geschlossen auf den Grengel und in den Wald getrieben.
Die Franken müssen jedoch schon vor den Urbachern in dieser Gegend gewesen sein,
denn 1950 entdeckte man beim Ausbau des Mauspfades ihre Reihengräber, die auf
fränkischen Siedlungsbau schließen lassen. Später, 1974 fand man sogar den
Grundriss fränkischer Häuser mit reichlich Hausstand, Keramik, Webgewichte,
Mühlstein und Bronzegegenständen. Die fränkische Siedlung am Grengel datiert um 500-
550 n. Chr.*)
Der
Mauspfad ist wesentlich länger als das Wegstück zur Umgehung des Kölner Stapelrechtes.
Er ist Teilstück einer uralten Wegtrasse, die von der Nordsee bis in den Mittelmeerraum
führte. Der Mauspfad führt nicht durch Köln, einfach deshalb, weil er schon bestand,
als Oppidum-Ubiorum, das vorrömische Köln der Ubier, noch völlig bedeutungslos war.
Der
"asiatische" Teil von Porz.
Die Vieh- und Wildgatter sind inzwischen verschwunden, die Autobahn bildet nun den neuen
Grenzzaun zwischen Grengel and dem übrigen Porz. Es entstand schnell ein in sich
geschlossenes, gut funktionierendes Gemeinwesen mit Schule, Kindergärten, Kirche und
Jugendzentrum. Die Siedler von einst, die beim Bau der Häuser selber kräftig mit
zupackten, haben ihre Wohnungen inzwischen fast alle renoviert und modernisiert. Sie sind
echte Porzer geworden, aber doch mit gewissen Unterschieden zu den Nachbarorten mit
überwiegend bäuerlicher Struktur. Im Grengel wird niemand nach Herkunft, oder gar
Ahnentafel gefragt, man ist Grengeler, einfach, wenn man sich so fühlt.
Grengeler
Geschäftswelt
Noch in den 60er Jahren war die Geschäftswelt im Grengel ungleich vielfältiger als
heute. Es existierten 5 Lebensmittelhandlungen, 2 Bäckereien, 1 Metzgerei, 2
Textilgeschäfte, ja sogar 2 Läden mit Haushaltswaren Werkzeugen und Baustoffen.
Airport Grengel?
Was nur wenige wissen: Der Flughafen Wahn müsste eigentlich Airport Grengel heißen, denn
er liegt zum größten Teil innerhalb der Grengeler Ortsgrenzen. Aber auf eine
Namensänderung werden die Grengeler wohl kaum drängen, so sehr schätzen sie die
ständige Lärmquelle vor ihrer Haustüre nun auch wieder nicht.
*) aus Dr. Uta Schmitz:
Die Wahner Heide, eine Rheinische Landschaft im Spannungsfeld der Interessen. ISBN
3-7927-1104-4
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