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Vom "Sakramentarier" zur Friedenskirche.
450 Jahre evangelisches Leben in Urbach- Grengel. |
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Der "Sakramentarier" von Urbach. In der Porzer Nachbarschaft in Volberg (heute Hoffnungstal) gab es 1560 bereits eine reguläre evangelisch- Lutherische Gemeinde. Grengel, Wahnheide und Lind gehörten noch bis 1909 zur Gemeinde Volberg und haben damit eine der tiefsten protestantischen Wurzeln, die es im rheinischen Raum gibt. Vom Waldheim zur Friedenskirche. Am Grengel hatten seit 1949 vor allem evangelische Flüchtlinge und Vertriebene aus Mittel- und Ostdeutschland eine neue Heimat gefunden. Deshalb war hier, 1959 an der Hermann-Löns-Str. 183 ein Jugendheim, seit 1971 Waldheim genannt, errichtet worden. Anfangs als Gemeindezentrum vorgesehen, diente es für regelmäßige Gottesdienste von Pfarrer Wilhelm Kreis. Das Waldheim besaß nicht einmal ein Harmonium, so dass Schwester Erika Etzolds Stimme den schlecht und recht Singenden das musikalische Rückgrat leihen mußte. Aber auch andere kirchliche Veranstaltungen fanden hier noch bis 1987 statt. Heute beherbergt das Waldheim den Huckepack- Kindergarten. Als Pfarrer Paul-Hermann Ginsberg 1969 als Pfarrer eingeführt wurde, lebten im Pfarrbezirk Grengel- Urbach rund 4000 Evangelische, denen wie bisher Gottesdienste für Erwachsene und Kinder im Jugend- bzw. Waldheim Grengel geboten wurden. Pfarrer Ginsberg hatte in Urbach, Kastanienweg 12, das durch den Architekten Hans Bücher erbaute Pfarrhaus beziehen können. Der selbe Architekt plante auch das benachbarte Gemeindezentrum Friedenskirche mit dessen Bau im Dezember 1972 begonnen wurde. Richtfest fand im April 1973 statt, die Einweihung am 4. November 1973. Kurios sind die Gemeindegrenzen der Friedenskirche. Die Friedenskirchen- gemeinde umfasst den gesamten Grengel, steht auf Urbacher Grundgebiet, umfasst aber nur den Teil von Urbach, der östlich der Frankfuter Straße liegt. De "Pungse Hüngche". Die Glocken der Friedenskirche haben, verglichen mit dem Geläut von St. Bartholomäus und Mariä Himmelfahrt, eine helle und sehr durchdringende Klangfarbe. Dies mag am mangelnden Resonanzboden des schlanken Kirchturms der Friedenskirche liegen. Bei Westwind, der ja häufig auch den Regen bringt, sind die Glocken der Fiedenskirche auf dem ganzen Grengel deutlich zu hören. So entstand bald die Bauernregel: Wenn et Pungse Hüngche bellt, bal Regen op d´r Grengel fällt. |